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Sünde 9

Frauen in Männertrachten!

Also Herr Wager, hier stimme ich Ihnen voll zu.

Doch in den Gruppen, wo eine solche Verkleidung stattfindet, sollten die Mitwirkenden nicht gleich gesteinigt werden, viel mehr sollte darüber nachgedacht werden, wie neue Tänze der jetzigen Situation der Zusammensetzung von Tanz- und Trachtengruppen Rechnung getragen wird.

Ja, die Männer sind "rar" geworden und wir wissen ja alle, dass das künstlerische Volksschaffen, besonders der - Tanz - und der figürliche Aufbau und die Zusammensetzung der Trachtengruppen in Deutschland und anderswo in Europa immer paarweise zusehen sind.

Was nun!

Alles abblasen, nicht mehr weitermachen, wie es scheint, gibt es doch immer weniger Paare, besonders in den Tanzgruppen. "Gott sei Dank" - dass es noch ein paar "ältere" Herren gibt, die sich zur Verfügung stellen und sich im Tanz auf die Bühne wagen.

Schaut man in die tänzerischen, choreografischen Aufzeichnungen der Vergangenheit (Deutschland und andere europäische Länder), dann gab und gibt es eine ganze Reihe von Aufzeichnungen über Mädchen- und Frauentänze, die bei einer guten künstlerischen Gestaltung und Einstudierung wirkungsvoll auf die Bühne gestellt wurden oder werden.

Der von mir angeführte Meister - Choreograf, Igor Moissejew, hat in vielen Tänzen vieler russischer Regionen bewiesen und gezeigt (anhand von regionalen künstlerischen Vorbildern), wie man Mädchen- und Frauentänze künstlerisch gestaltet und auf die Bühne stellen kann.
Ähnliche Beispiele gibt es in der Tschechischen und der Slowakischen Republik und in anderen europäischen Ländern, ebenso auch in Deutschland.

Bei uns in der Region des Harzes gibt es die gleichen Probleme. Wir suchen und fanden Formen von Mädchen- und Frauentänzen, die wir neu bearbeitet und choreografisch gestaltet haben.

Einige Beispiele seien mir gestattet:

  1. Harzer Dreschflegeltanz
  2. Harzer Mädchenreigen 3.
  3. Harzer Erntereigen
  4. Zimmermannstanz
  5. Wäschetanz der Frauen
  6. Ruhepause am Brunnen
  7. Osterwasser

Sie sehen - rucki, zucki - sind eine Reihe Tänze aufgeschrieben, die einstudiert und getanzt werden können und in unseren Tanzensembles getanzt wurden.
Gleiches gilt auch für Kindertänze.

Wäre das nicht ein Weg ohne eine vorzeitige "Steinigung"?

Gleiches gilt auch für die Vorstellung der Trachtengruppen, wobei ich in Schlitz bei dem Treffen feststellen konnte, dass immer Paare vorhanden waren und dem trachtentragenden Anliegen entsprachen.

Feststellung: Die Trachtler sind auf dem besseren Wege. Doch auch dieser Weg muss weiter fortgeführt werden und wir können nicht im vergangenen Jahrhundert stehen bleiben.
All diese Bereiche bedürfen einer weiteren Diskussionsrunde.

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