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Schleswig-Holsteinischer
Heimatbund e.V.
Hamburger Landstr. 101
D-24113 Molfsee
Tel.: 0431-98384-0
Fax: 0431-98384-23
Vorsitzende:
Jutta Kürtz
Reg. Nr. 503VR4333ki
komplettes Impressum
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Programmierung: EVENT Connection, Kiel Inh. Björn Willnat
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Arbeitsbereiche
Niederdeutsch
Literaturhinweise
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Mini-Vorlesebücher
Plattdeutsche Kinderliteratur (für 3 bis 6-jährige)
Plattdeutsche Kinderliteratur (für 7 bis 10-jährige)
Plattdeutsche Kinderliteratur (für 11 bis 14-jährige)
Plattdeutsche Erwachseneliteratur
Plattdeutsche Lese- und Lehrbücher
Wörterbücher
Niederdeutsche Formenlehre
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Forschungen zum Probsteier Platt: So snackt wi in de Probstee"
 Heißt es bei uns "He hett ehr sehn" oder "He hett se sehn"; sagt man hier bei uns "Ik heff kiekt" oder "Ik heff keken"? - Eins ist klar: Plattdeutsch ist eine Sprache, und man kann sie richtig oder falsch sprechen. Ausgehend von dieser Überlegung hat der Passader Jan Graf (33, Plaggenhauer-Verlag) tagelang eingesessene Plattsprecher in der Probstei befragt und auf Basis der gewonnenen Sprachdaten eine Broschüre verfasst für alle, die das Plattdeutsch so sprechen wollen, wie es eben in der Probstei richtig und üblich ist. Auf vierzig Seiten finden sich in seinem nun bei Plaggenhauer erschienenen Heft "So snackt wi in de Probstee" alle wichtigen Einzelheiten in Tabellen, und zwar, wie der Autor und Verleger sagt, "von A wie Adjektivdeklination bis Z wie Zeitwort. Das darf man sich keinesfalls als dröge Angelegenheit vorstellen. Ich erlebte bei allen Personen, die ich befragen durfte, wie bei Ihnen während der Interviews ein helles Interesse an der häufig zu unrecht als ‚plattes Deutsch’ diskriminierten Muttersprache wach wurde, an den Eigenheiten der Sprache, die auch stolz machen können."
Grafs grammatische Formenlehre wird herausgegeben vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB), dessen Geschäftsführer Dr. Willy Diercks dazu schreibt: " Wer die Listen von Jan Graf liest, muss sich auf diese Formen des regionalen Dialekts einlassen. Dennoch ist sein Formenrepertoire eine Hilfestellung für den sprachlichen Alltag und zugleich ein Beitrag zur Bewahrung der Mundart der Probstei. Seine Probanten haben ihren Sprachgebrauch dem Interviewer präsentiert. Damit hat Jan Graf erreicht, dass wir uns von der besonderen Sprache dieses Mundartgebietes ein aufschlussreiches Bild machen können."
Neben den grammatischen Formen des Probsteier Platts bietet das Heft auch Hinweise zu Aussprache und Schreibung sowie einige Textproben des Probsteier Platts. Es richtet sich an Lernende des Niederdeutschen ebenso wie an geübte Sprecher, die in der Region aufgewachsen sind und ihr Wissen überprüfen wollen.
Die Broschüre "So snackt wi in de Probstee – Niederdeutsche Formenlehre Heft I" (ISBN-13: 978-3-937949-03-1, Autor: Jan Graf) kostet 9,90€ und ist über den Buchhandel oder direkt beim Plaggenhauer-Verlag erhältlich: Tel/Fax: 04344 / 410411 oder Internet: www.plaggenhauer.de
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Mini-Vorlesebücher Quadratisch. Plattdeutsch. Gut.
 Der Schleswig-Holsteinische Heimatbund (SHHB) und der Antje Steffen Verlag stellen ein im Bereich Niederdeutsch völlig neues Kinderbuchformat vor, die plattdeutschen Mini-Vorlesebücher: Wenig größer als die quadratischen Schokoladen, aber randvoll mit lustigen Illustrationen und Geschichten. Finanziell gefördert wird das Projekt von der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein.
Die niederdeutschen Mini-Vorlesebücher ähneln den kleinen hochdeutschen Taschenbüchern verschiedener Verlage, die nicht nur in Buchhandlungen, sondern auch an Kiosken und in Spielwarenhandlungen für wenig Geld angeboten werden und die aus keinem Kinderzimmer mehr wegzudenken sind.
"Gerade diese Attraktivität und Niedrigschwelligkeit wollten wir auch für niederdeutsche Kinderbücher erreichen, denn in Norddeutschland gibt es viele niederdeutsch-kompetente Menschen, die aber trotzdem selten ein plattdeutsches Buch kaufen", stellt Antje Steffen, die Initiatorin des Projekts, fest.
"Solche kleinen, bunten illustrierten Bücher sind ideal, um bereits Kinder an das Lesen auf Platt heranzuführen. Denn Sprach- und Kulturbildung beginnen schon im frühen Kindesalter", so Jörg-Dietrich Kamischke, Vorsitzender des Stiftungsrates der Sparkassenstiftung. Es geht aber nicht nur um Sprachvermittlung, sondern auch darum die Schönheit dieser norddeutschen Sprache zu zeigen. Dass es im Niederdeutschen eine sehr einfühlsame und poetische Sprachwirklichkeit gibt, soll mit alten und neuen Texten gezeigt werden.
Die ersten drei plattdeutschen Mini-Vorlesebücher sind nun erschienen und ab sofort zum Verkaufspreis von 1.90 Euro pro Heft direkt vom Verlag zu beziehen.
Antje Steffen Verlag, Curt-Bär-Weg 18 in 21035 Hamburg, Telefon: 040-436957,
e-Mail: antjesteffen@t-online.de
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Plattdeutsche Mini-Vorlesebücher
Drei neue Titel für Kinder im Vorschulalter
Mit den kleinen quadratischen Kinderbüchern hat die Autorin Antje Steffen eine Lücke auf dem plattdeutschen Büchermarkt geschlossen. Die ersten drei Hefte sind fast vergriffen und nun erscheinen – rechtzeitig zur Advents- und Weihnachtszeit – drei weitere Mini-Vorlesebücher.
So gibt es ein Heft mit plattdeutschen Weihnachtsgedichten, illustriert von der Grafikerin Maria Tokyo. Die beiden anderen Hefte handeln von einem selbst organisierten Fest und von Mi-Nix Di-Nix Muusetähn, dem zauberhaften kleinen Star dieser Reihe, der als ungebetener Gast in allen Ecken des Hauses lauert.
Auf der Plattdeutschen Buchmesse am 11. und 12. November im Lichtwarksaal der Carl-Toepfer-Stiftung, Neanderstr. 22 in 20459 Hamburg, werden die neuen Büchlein zum ersten Mal präsentiert.
"Solche kleinen, bunten illustrierten Bücher sind ideal, um bereits Kinder an das Lesen auf Platt heranzuführen. Denn Sprach- und Kulturbildung beginnen schon im frühen Kindesalter", so der Schleswig-Holsteinische Heimatbund (SHHB) als Herausgeber. Der SHHB glaubt, dass mit diesen Heften besonders gut die Kinder im Vorschulalter angesprochen werden können. Ein derartiges Produkt stand bisher nicht zur Verfügung. Aufgrund der geringen Kosten und der Anpassung an gebräuchliche Kinderlektüre hofft der SHHB, dass diese Hefte sich schnell in Schleswig-Holstein durchsetzen werden.
"Ich habe ermutigende Reaktionen sowohl von vorlesenden Eltern und Großeltern als auch aus dem pädagogischen Bereich erhalten. Viele Kindergärten und Schulen arbeiten bereits mit den Heften und erkundigen sich nach Neuerscheinungen", so die Autorin.
Die drei plattdeutschen Mini-Vorlesebücher sind zum Verkaufspreis von 1.90 Euro pro Heft vom Antje Steffen Verlag zu beziehen: Telefon: 040-436957, e-Mail: antjesteffen@t-online.de
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PlaggenhaueR –Verlag
Dörpstraat 15
24253 Passade
Tel/Fax: 04344 / 410 411
Neu bei PlaggenhaueR:
Heinrich Ohm:
De Mohls
En plattdüütschen Familienroman
Schleswig-Holsteinische Saga
Nach "De Humannsche Röck" (Quickborn) ist im Plaggenhauer-Verlag ein weiterer fesselnder Roman von Heinrich Ohm erschienen.
Auf 380 Seiten erzählt er die Geschichte der Familie Mohl, die 1761 mit der Kolonisation des Eidermoores bei Rendsburg beginnt und sich über zwei bewegte Jahrhunderte schleswig-holsteinischer Geschichte bis 1968 erstreckt. Sie handelt von schwerer Arbeit, von Bränden, Deichbruch und Kriegen und von den Träumen der Menschen, von ihrer Liebe, von heimlichen Wünschen und von gesellschaftlichen Zwängen, an denen sie scheitern. Ohms spannende Familiensaga schließt eine Lücke, die von städtisch ausgerichteten deutschen Familiengeschichten wie den Buddenbrooks oder Tadellöser & Wolff offen gelassen wurde. Endlich ein großer plattdeutscher Roman!
Inhalt
Der dänische Staat plant mit viel Elan, die jütischen und schleswigschen Heiden und Moore zu kultivieren. 1761 ergeht die Anordnung aus Kopenhagen, das Hartzhoper Moor der Eiderniederung zu entwässern, um Land für Siedler aus Schwaben zu gewinnen. Als Folge davon wird ein neues Dorf nahe bei Rendsburg gegründet. Hans Mohl, der zweite Sohn einer reichen Hohner Familie, will sich eigenes Geld verdienen. Er verdingt sich gegen den Willen seines Vaters als Arbeiter und verdient sich im Laufe der Zeit ein kleines Vermögen zusammen. Er lernt Johanna kennen. Sie ist die Tochter eines armen, aus Schwaben stammenden Siedlers, der in diesem neu gegründeten Dorf lebt. Hans verliebt sich in die Fremde. Gegen den Widerstand seiner Familie heiratet er Johanna. Johannas Bruder war ausersehen, die armselige Kolonistenstelle des Vaters zu übernehmen. Der Bruder ertrinkt bei einem Bruch des Eiderdeiches während einer schweren Sturmflut, so dass Hans und Johanna die kleine Stelle übernehmen. Mit Fleiß und Glück macht Hans aus der wenig ansehnlichen Kolonistenstelle den besten Bauernhof des Dorfes. Sein inzwischen versöhnter Vater hilft mit einer großen Landschenkung. Hans Söhne übernehmen durch Kauf oder Einheiratung andere Bauernstellen im Dorf. Der Name Mohl hat einen weithin guten Klang. Über ein Jahrhundert bauen nachfolgende Generationen den Bauernhof aus. Mit dem ersten Weltkrieg beginnt dann der langsame Verfall. Der Hoferbe heiratet eine tuberkulöse Frau. Sie selbst, ihr Mann und dessen Geschwister sterben an dieser bösen Krankheit, mit Ausnahme des körperlich schwachen Hinrich, dem Jüngsten der Brüder. Dieser will kein Bauer werden, er möchte ein Handwerk erlernen, wird aber gezwungen, den Hof zu übernehmen. Durch die Inflation nach dem ersten Weltkrieg verarmt die Familie vollends, das geschrumpfte Vermögen löst sich vollends auf. Hinrich heiratet die tüchtige Katrine. Für kurze Zeit blüht die Familie auf, bis auch sie, die Mutter von drei Kindern, an der bösen Krankheit stirbt. Hinrich bleibt mit den drei Kindern hilflos und verstört zurück. Der Hof sinkt auf eine Katenstelle herab. In der Nazizeit ist Hinrich störrisch, er kann und mag sich nicht anpassen. Als 1939 der Krieg ausbricht, sind seine Kinder erwachsen. Hanna wird Rotkreuzschwester, Kati Luftwaffenhelferin und Hans Soldat. Die Töchter überleben den Krieg nicht, Hans kehrt verwundet zurück. Während des Krieges lebt der alte Hinrich mit Kriegsgefangenen und Fremdarbeiterinnen auf seiner kleinen Stelle. Hans heiratet sich auf einen größeren Hofbetrieb im Nachbardorf ein. Als Hinrich einsam stirbt, ist vom Mohlschen Anwesen nichts übriggeblieben.
Autor
Heinrich Ohm wurde 1923 in einem Dorf nahe bei Rendsburg geboren. Nach neun Jahren einklassiger Dorfvolksschule arbeitete er zunächst viele Jahre in der Landwirtschaft. Später nahm er als Soldat am 2. Weltkrieg teil. Nach der Gefangenschaft ging es zurück in die Landwirtschaft, die er Ende der 60er Jahre aufgab. Nach verschiedenen Jobs fing er als Rentner Ende der 80er Jahre mit dem Schreiben plattdeutscher Erzählungen und Romane an.
Große Aufmerksamkeit erhielt unter anderem sein plattdeutscher Krimi "De Humannsche Röck" (erschienen bei Quickborn).
Ohm, Heinrich:
De Mohls
En plattdütschen Familienroman
380 S., Einband
Plaggenhauer 2006
ISBN 3-937949-04-6
Preis: 29,90 €
Zu bestellen im Buchhandel oder unter www.plaggenhauer.de
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