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Landeswettbewerb 2006 "Unser Dorf hat Zukunft"

Schleswig-Holsteins Dörfer leben - der Hahn kräht in Duvensee

Die für den Landeswettbewerb 2006 "Unser Dorf hat Zukunft" qualifizierten 13 Gemeinden weisen viele Gemeinsamkeiten auf.

"Unsere Dörfer zeichnet ein hohes bürgerschaftliches Engagement, ein reges Vereinsleben und der Blick in die Zukunft aus", sagte die Kommissionsvorsitzende Helga Klindt heute (8.9.2006) anlässlich der Pressekonferenz zu den Ergebnissen des Wettbewerbs nach Abschluss der fünftägigen Bereisung. Die Verzahnung von Jung und Alt zeige sich in den generationenübergreifenden Initiativen.

Landessieger ist die Gemeinde Duvensee, Kreis Herzogtum Lauenburg (520 EW). Bürgermeister ist Hans Peter Grell.

Die Gemeinde hat "Visionen für die Zukunft" entwickelt; diese bewirken eine attraktive Lebensqualität für Einwohner aller Altersgruppen. Dazu gehört die Schaffung von Arbeitsplätzen in einem Mischgebiet und die Unterstützung von Existenzgründungen durch die Gemeinde.

Beeindruckend war das gute Miteinander von Landwirtschaft und Naturschutz.

Wanderup und Glasau teilen sich den zweiten Platz.

  • Wanderup, eine große Gemeinde mit 2.200 Einwohnern im Kreis Schleswig-Flensburg mit Bürgermeisterin Petra Nicolaisen legt den Schwerpunkt auf gemeindeübergreifende Konzepte zur Wirtschaftsentwicklung, z.B. zur naturgerechten Kiesnachnutzung.
    Bürgerschaftliches Engagement u.a. in der offenen Jugendarbeit und das Haus der Vereine und Verbände sind vorbildlich.
  • Die Gemeinde Glasau (Kreis Segeberg, 1000 Einwohner) mit Bürgermeister Henning Frahm überzeugt durch eine ortsbezogene Zukunftsvision. Beispiele hierfür sind: Schaffung eines Radwegs an einer Landesstraße, Unterstützung des Lebensmitteleinzelhandels und die aktive Jugendarbeit.

Die Gemeinde Gribbohm aus dem Kreis Steinburg (500 Einwohner) mit Bürgermeister Thies Harder hat auffallend viele Existenzgründungen von Frauen.

Die gemeinsame ortsübergreifende Planung und Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung mit der Gemeinde Wacken überzeugte die Kommission. Die Einbindung der Landwirtschaft in die Zukunftsplanung ist vorbildlich.

Auf den gemeinsamen vierten Platz kamen die Gemeinden:

  • Berkenthin, Kreis Herzogtum Lauenburg, Bürgermeister Hans-Joachim Speth
  • Breitenfelde, Kreis Herzogtum Lauenburg, Bürgermeister Hans-Joachim Westphal
  • Breklum, Kreis Nordfriesland, Bürgermeister Eberhard Steinke
  • Dingen, Kreis Dithmarschen, Bürgermeister Karl-Heinz Reiche
  • Giesensdorf, Kreis Herzogtum Lauenburg, Bürgermeister Herbert Langhoff
  • Heiligenstedten, Kreis Steinburg, Bürgermeister Gerfried Klitz
  • Munkbrarup, Kreis Schleswig-Flensburg, Bürgermeisterin Margret Jebsen
  • Osterby, Kreis Rendsburg-Eckernförde, Bürgermeister Robert Ott und
  • Weddelbrook, Kreis Segeberg, Bürgermeister Peter Boyens.

Der Wettbewerb war im Vergleich zu den vorhergehenden von einer größeren Leistungsdichte der Teilnehmer geprägt. "Obwohl nur eine Gemeinde siegen kann, sind alle Gewinner. Der Wettbewerb ist Quelle für Visionen und neue Ideen", stellte die Vorsitzende Helga Klindt fest.

Fotoarchiv

Stand: 15. Januar 2008