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"Umweltfreundliche Gemeinde 2002" sind: Gemeinde Harrislee,
Henstedt-Ulzburg, Koldenbüttel, Ratekau und Satrup
Die Jury (SHHB, NABU, BUND, Naturschutzbeauftragter, MFE, Energiestiftung, LANU, Kirche, Siegergemeinden) hat in einem spannenden "Kopf-an-Kopf-Rennen" 5 Gemeinden mit dem Preis und 3 mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Für die Entscheidung spielten Nachhaltigkeit, ressourcenschonendes Wirtschaften und zukunftsorientiertes Handeln neben dem Engagement von Kindern und Erwachsenen eine herausragende Rolle. In vielen schleswig-holsteinischen Gemeinden setzen sich Bürger und Verwaltung gemeinsam dafür ein, den Natur- und Umweltschutz sowie die umweltverträgliche Energieerzeugung und -einsparung voranzubringen. Ihre Arbeit wird mit dem Titel "Umweltfreundliche Gemeinde 2002" gewürdigt.
Der Schleswig-Holsteinische Heimatbund hat gemeinsam mit der Energiestiftung alle Gemeinden unseres Landes in dem Wettbewerb "Umweltfreundliche Gemeinde 2002" angesprochen. Von 32 teilnehmenden Städten und Gemeinden erhalten fünf den Titel, ferner gibt es drei Sonderpreise:
"Umweltfreundliche Gemeinde 2002"
- Die Gemeinde Harrislee wegen einer beeindruckenden Bandbreite von auch grenzübergreifenden Umweltaktivitäten, bei denen Bürger, Kinder, Organisationen, Behörden und Fachbüros gleichermaßen beteiligt sind. Insbesondere sind das Schulprojekt "Visualisierte Solarnutzung", der Agenda-Prozeß, die Planung einer ökologischen Wohnsiedlung und die Naturschutzprojekte Niehuser Tunneltal und Schäferhaus zu nennen.
- Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg für eine Verbindung der Bauleitplanung mit Zielen des Natur- und Landschaftsschutzes sowie der Naherholungsqualität und eine der Nachhaltigkeit verpflichtete Energiebewirtschaftung.
- Die Gemeinde Koldenbüttel wegen eines überzeugenden, bürgernahen und breit angelegten lokalen Agenda-Prozesses sowie der konsequenten Fortführung der im Jahr 2000 bereits herausgestellten Leistungen im flächenhaften Naturschutz.
- Die Gemeinde Ratekau wegen umfassender Anstrengungen in allen Umweltbereichen, die dank höchst kompetenter Verwaltung immer wieder zu neuen Erfolgen führen. Besonders überzeugend sind die Zusammenarbeit mit Schulen, die Landschaftsgestaltung und Renaturierung sowie die Pflegemaßnahmen.
- Die Gemeinde Satrup wegen engagierter Projekte zur Umwelterziehung sowie Energieeinsparung und Biomassenutzung. Der breite Konsens in der Bevölkerung zeigt sich im sanften Entwickeln und Erschließen von Biotopen.
Sonderpreise erhalten:
- Die Stadt Itzehoe für die herausragende Förderung des Fahrradverkehrs und die Reduzierung des motorisierten Verkehrs in innovativen Wohnsiedlungen.
- Die Gemeinde Krüzen weil in dieser sehr kleinen Gemeinde Natur- und Kulturlandschaftselemente wie Dorfbäume, Knicks und die Alte Salzstraße aus Überzeugung erhalten und entwickelt werden.
- Die Stadt Neustadt für die Unterstützung des Umwelthauses "Neustädter Bucht" und der damit verbundenen Förderung einer effektiven Umweltbildung und -erziehung.
Schleswig-Holsteinischer Heimatbund Energiestiftung Schleswig-Holstein
Molfsee, 12. September 2002
Berkenthin, Langballig und Tornesch sind die "Umweltfreundlichen Gemeinden 2004"
Das sind die Sieger des Wettbewerbs "Umweltfreundliche Gemeinde 2004":
Gemeinde Berkenthin, Kreis Herzogtum Lauenburg
Gemeinde Langballig, Kreis Schleswig-Flensburg
Gemeinde Tornesch, Kreis Pinneberg
Sonderpreise erhalten: Die Gemeinden Bordelum und Mildstedt, beide Kreis Nordfriesland
Die 14-köpfige Jury aus Umweltfachleuten beteiligter Siegergemeinden, der großen Naturschutzverbände(LNV, BUND, NABU), dem Naturschutzbeauftragten, dem Umweltministerium, dem Wirtschaftsministerium, dem Schleswig-Holsteinischen Gemeindetag und dem Schleswig-Holsteinischen Heimatbund traf nach 4-tägiger Bereisung diese Entscheidung.
Begründungen:
Der Preis "Umweltfreundliche Gemeinde 2004" wird an die Gemeinde Berkenthin verliehen wegen des hohen ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagements und einer konsequenten Landschaftsplanung mit durchdachten sowie regional vernetzten Teilkonzepten.
Die Gemeinde Langballig erhält den Preis "Umweltfreundliche Gemeinde 2004" für eine gelungene Verknüpfung von Landschafts- und Kulturerleben, baulicher Entwicklung und Tourismus. Dabei wird sie von örtlichen Vereinen und Verbänden besonders aktiv unterstützt.
Der Preis "Umweltfreundliche Gemeinde 2004" wird an die Gemeinde Tornesch in der Metropolregion Hamburg verliehen. Sie hat Kooperationsmodelle entwickelt für die Zusammenarbeit mit Landwirten und zur Förderung der Eigeninitiativen der Bürgerinnen und Bürger im Sinne eines dauerhaften Agenda 21-Prozesses.
Sonderpreise:
Die Gemeinde Bordelum erhält einen Sonderpreis für ihre im Rahmen der LSE (Ländliche Struktur und Entwicklungsanalyse) dorfübergreifend durchgeführte Planung und Umsetzung von Maßnahmen zum Erleben von Natur und Umwelt.
Die Gemeinde Mildstedt erhält einen Sonderpreis für ihre zukunftsorientierte Umweltbildungsarbeit.
Für die Jury galt es, ein großes Bündel von Kriterien zur Beurteilung abzuarbeiten. In einem Fragebogen des SHHB wurden Daten von den teilnehmenden Gemeinden erhoben, die in die Beurteilung der Jury eingegangen sind.
Dabei haben u.a. Nachhaltigkeit, ressourcenschonendes Wirtschaften und zukunftsorientiertes Handeln und das Engagement von Kindern und Erwachsenen in der Umweltarbeit eine Rolle gespielt.
Der SHHB zeichnet die Gemeinden aus, um den gemeinsamen Einsatz von Bürgern und Verwaltungen in vielen schleswig-holsteinischen Gemeinden für den Natur- und Umweltschutz hervorzuheben. Auch eine umweltverträgliche Energieerzeugung und –einsparung soll vorangebracht werden. Diese Arbeit wird mit dem Titel "Umweltfreundliche Gemeinde 2004" gewürdigt.
Der Schleswig-Holsteinische Heimatbund hat gefördert von der "BINGO Umweltlotterie" alle Gemeinden unseres Landes in dem Wettbewerb "Umweltfreundliche Gemeinde 2004"angesprochen.
Rainer Hüster, Referent für Natur und Umwelt Schleswig-Holsteinischer Heimatbund Molfsee, 28. August 2004
Umweltfreundliche Gemeinde 2006/2007
Sieger im Wettbewerb 2006/2007 sind Munkbrarup, Bordelum, Ratekau und Kiel
Sonderpreise erhalten: Schönhorst, Neudorf-Bornstein, Albersdorf und Harrislee
Bei der Abschlussfeier in Ratekau im November 2007 gab es Grund zur Freude: Diese Gemeinde im Kreis Ostholstein gehört zu den vier Siegern des Wettbewerbs "Umweltfreundliche Gemeinde 2006/2007". Zusammen mit Teilnehmern und Siegern wurde der Höhepunkt und Abschluss des Wettbewerbs gefeiert.
Die Vorsitzende des SHHB, Jutta Kürtz, überreichte gemeinsam mit dem Staatssekretär des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Ernst-Wilhelm Rabius die Ortsschilder "Umweltfreundliche Gemeinde 2006/2007" und die Urkunden an die Preisträger.
"Erklärtes Ziel des SHHB ist es seit seiner Gründung, sich für unsere Heimat, ihre Eigenart und Schönheit einzusetzen, somit Natur und Umwelt zu bewahren und umweltverträgliches Wohnen und Wirtschaften zu fördern. Diesem Ziel dient auch dieser Wettbewerb", so Jutta Kürtz.
"Wettbewerbe fördern effizient neue Entwicklungen im Land, stärken den sozialen Zusammenhang und werden gern von uns unterstützt", erläuterte Ernst-Wilhelm Rabius.
Moderiert wurde die Veranstaltung vom Ratekauer Bürgermeister Peter Brückel, musikalisch begleitet mit plattdeutschen Liedern des Ehepaares Lund.
Vier Gemeinden wurden von der Jury des SHHB als Sieger ausgezeichnet:
- Gemeinde Munkbrarup, Kreis Schleswig-Flensburg,
- Gemeinde Bordelum, Kreis Nordfriesland,
- Gemeinde Ratekau, Kreis Ostholstein und die
- Landeshauptstadt Kiel.
Sonderpreise erhielten die folgenden vier Gemeinden:
- Gemeinde Schönhorst, Kreis Rendsburg-Eckernförde,
- Gemeinde Neudorf-Bornstein, Kreis Rendsburg-Eckernförde,
- Gemeinde Albersdorf, Kreis Dithmarschen und die
- Gemeinde Harrislee, Kreis Schleswig-Flensburg.
Die Laudationes zu den Siegern wurden von Jury-Mitgliedern gehalten:
- für Bordelum von Hans-Joachim Speth (Bürgermeister von Berkenthin, Siegerdorf 2004)
- für Munkbrarup von Hermann Schultz (Vorsitzender des NABU Landesverbandes Schleswig-Holstein)
- für Ratekau von Prof. Dr. Uwe Rammert (Landesamt für Natur und Umwelt)
- für Kiel von Prof. Dr. Dietrich Wiebe (SHHB).
Die anwesenden Bürgermeister und Vertreter der Gemeinden nutzten die Veranstaltung zum Austausch von Erfahrungen und Anregungen für die Weiterentwicklung ihrer Projekte. Ein Wettbewerb wie dieser, an dem alle kleinen und großen Gemeinden teilnehmen können, nützt vor allem den Bürgern.
Er ist der einzige in Schleswig-Holstein, der den gesamten Aufgabenbereich einer Gemeinde auf Umweltfreundlichkeit hinterfragt.
Einzigartig ist auch die Zusammenarbeit von Ministerien, Umweltverbänden, dem Schleswig-Holsteinischen Gemeindetag, dem Städteverband Schleswig-Holstein, dem Landesnaturschutzbeauftragten und den Siegergemeinden des letzten Wettbewerbs in der Jury.
Dank der finanziellen Förderung der Umweltstiftung BINGO konnte der SHHB diesen Wettbewerb durchführen. Aus den Gesprächen der Festgäste konnte man heraushören, dass der Folgewettbewerb im Jahr 2010 mit Spannung erwartet wird.
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