24.10.2019 | Sprache/Literatur Aktuelles

Heimatbund würdigt Groth-Jubiläum

Voller Saal in der Landesbibliothek

2019 erinnern zahlreiche Veranstaltungen an den 200. Geburtstag des deutschen Dichters Klaus Groth (1819 - 1899). Am 22. Oktober lud der Heimatbund gemeinsam mit der Klaus-Groth-Gesellschaft zu einem literarisch-musikalischen Abend in die Landesbibliothek in Kiel. Der Minderheitenbeauftragte des Ministerpräsidenten, Johannes Callsen, betonte, Klaus Groths Werk habe Strahlkraft weit über seine Zeit und über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus. In ihren musikalischen Beiträgen präsentierten Christoph und Lara Scheffler sowie Mikkel Möller Sörensen auch Vertonungen des hochdeutschen Klaus Groth. Der Vorsitzende der Klaus-Groth-Gesellschaft, Robert Langhanke, beschrieb den in 1819 in Heide geborenen Dichter als universalgebildeten Feingeist, begnadeten Poet und Motor des kulturellen Lebens, nicht zuletzt in Kiel, wo er die längste Zeit seines Lebens verbrachte und 1899 starb. Obwohl an Leib und Seele stets gebrechlich, habe Groth bereits zu Lebzeiten geschickt vermocht, seinen Ruf als Ehrenretter des Niederdeutschen zu begründen und festigen, so der Germanist. Die Leiterin des Niederdeutschen Zentrums in Leck, Gesa Retzlaff, rezitierte Gedichte Klaus Groths wie „Dat Dörp in Snee“ oder „Ich sah als Knabe Blumen blühn“. Ebenfalls zu Gast waren Tim Eckhorst und Gregor Hinz vom Kieler Grafiker-Kreis „Pure Fruit“, die mit ihrem Band „Hell int Finster“ eine Auswahl neuer Illustrationen zu Gedichten Klaus Groths vorgelegt haben. Durch den Abend führte Jan Graf, Referent für Niederdeutsch beim Heimatbund. Mit 100 Besuchern war der Ausstellungssaal in der Landesbibliothek bis auf den letzten Platz besetzt.

Zufriedene Akteure: Jan Graf (Heimatbund), Tim Eckhorst und Gregor Hinz (Pure Fruit), Gesa Retzlaff (Zentrum für Niederdeutsch), Robert Langhanke (Klaus-Groth-Gesellschaft), Johannes Callsen (Minderheitenbeauftragter des Ministerpräsidenten) sowie Lara Scheffler (Gesang), Christoph Scheffler (Gitarre und Gesang), Mikkel Möller Sörensen (Piano)