Wir über uns

Historie und aktuelle Ausrichtung

 

Der Schleswig-Holsteinische Heimatbund (SHHB) ist der Dachverband von rund 240 Mitgliedsorganisationen aus dem ganzen Bundesland. Dazu gehören z.B. regionale Heimatvereine, Orts- und Kreisgruppen, Volkstanz- und Trachtengruppen, Museen, Naturschutzorganisationen und nicht zuletzt niederdeutsche Vereine und Theatergruppen. Dem SHHB angegliedert sind der Landestrachten- (LTV) und der Jugendverband (JSHHB). Sie alle setzen sich dafür ein, die kulturellen und naturräumlichen Eigenheiten Schleswig-Holsteins auf Landesebene zu bewahren, zu fördern und zu vermitteln.

Als Servicestelle steht der SHHB seinen Mitgliedern in Fragen der schleswig-holsteinischen Heimat- und Kulturpolitik, des Naturschutzes und der Denkmalpflege, der Geschichte des Landes, der niederdeutschen und der friesischen Sprache sowie in Fragen von Migration und Integration vor Ort zur Verfügung.

Der SHHB organisiert Seminare, Fortbildungen, Tagungen, Exkursionen und beruft ständige Ausschüsse für seine wichtigsten Arbeitsbereiche ein, die wissenschaftlich besetzt sind und Stellungnahmen erarbeiten bzw. die Meinungsbildung des Präsidiums unterstützen. Zudem hilft der SHHB bei der Umsetzung zahlreicher Projekte bzw. führt sie selbst durch.

 

Als Heimatverband verstehen wir uns als bürgerschaftliches Netzwerk und übernehmen Verantwortung für unsere Gesellschaft. Unser Heimatverständnis ist getragen von den Prinzipien, Bewährtes zu erhalten, Neues zu entwickeln, Partizipation zu ermöglichen und Integration zu fördern. Eine starke Identität und Offenheit für neue Ideen und fremde Menschen fördern Integration. Für die Hinzugekommenen bietet dies die Chance, sich in die Gesellschaft einzubringen und Heimat zu finden. Wir sprechen uns gegen alle Formen von Nationalismus und Ausgrenzung aus.

Heimat bedeutet Verortung, materiell, räumlich oder virtuell. Sie kann eine Landschaft, ein Dorf, eine Stadt, Nachbarschaft, Natur- und Kulturerbe, aber auch gelebte Gemeinschaft sein. Heimat zu finden ist ein Vernetzungsprozess, der den sozialen Zusammenhalt stärkt. Wir sehen es als unseren Beitrag zu einer erfolgreichen Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft an, Menschen den Erwerb emotionaler Bindungen an ihre Heimat zu ermöglichen. Voraussetzung für die Teilhabe aller Menschen ist Kommunikation und Vermittlung. Dies zu erreichen kann nur durch bürgerschaftliches Engagement gelingen.

Allgemeine Aufgaben der Heimatbunde

1. Informationen und Bildung

Ein Schwerpunkt der Arbeit des SHHB sind Beiträge zur Bildung und Weiterbildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auf den Gebieten von Kultur, Umwelt und Geschichte.

 

2. Soziale Aufgaben

Neben der Auseinandersetzung mit Themen und der Erfüllung von Sachaufgaben ist die Zusammenführung von Personen in den Vereinen eine wesentliche Aufgabe von Orts- und Landschaftsvereinen.

 

3. Sammlung und Betreuung von Sammlungen unter volkskundlichem Aspekt

Es gibt zahlreiche dörfliche und landschaftliche Sammlungen, die von Laien angelegt worden sind. Diese Amateure können in den Institutionen des SHHB sowie in seinen Fortbildungsveranstaltungen informiert und angeleitet werden.

 

4. Beratung von Mitgliedern und Nichtmitgliedern in vereinlichen und sachlichen Fragen

Als Dachverband hat der SHHB die Aufgabe, seinen Mitgliedern, aber auch Nichtmitgliedern in seinen Sachgebieten mit Beratung bzw. mit der Koordination von Beratung Unterstützung zu geben.

 

5. Kulturpolitische Stellungnahmen

In der Situation stark konkurrierender Interessen im Bereich der Kultur hat der SHHB dafür zu sorgen, daß seine Aufgabenbereiche, mit denen er von der Mitgliederversammlung beauftragt ist, kulturpolitisch durchgesetzt bzw. in den Gremien zur Sprache gebracht werden.

 

Zur Geschichte des Verbandes

1947 versammelten sich Heimatvereine aus Schleswig-Holstein, Mitglieder der Landesregierung, Oberkreisdirektoren und Landräte, Parteien, Presse, Mitglieder der Universität, des Adels, Vertreter von Speeldelen, dazu eine Reihe von Einzelpersönlichkeiten, um den Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB) zu gründen.

Die Versammlung beschloß einen Appell an die Bevölkerung, in dem einerseits gegen eine Trennung der Landesteile Schleswig und Holstein aufgerufen wurde, andererseits bereits kulturelle Ziele des SHHB festgehalten wurden. Es hieß dort:

"Wir wollen in Verantwortung gegen Vergangenheit und Zukunft unseres Volkes zusammenstehen und in dieser schwierigen Zeit die Ohren steif halten und an der alten Kultur und Geschichte unseres Landes mit dem Wort "up ewig ungedeelt" und an der plattdeutschen und friesischen Sprache festhalten."

Die Gründung des SHHB sowie dieser Appell hatten in Zeiten allgemeiner Not und Hoffnungslosigkeit eine für viele Schleswig-Holsteiner motivierende Signalwirkung, sich einer Trennung der Landesteile Schleswig und Holstein entgegenzustellen, ohne dabei antidänische Tendenzen im Heimatbund zuzulassen.

In der Folgezeit ging es um die Entwicklung der Kulturarbeit in Schleswig-Holstein und um die Unterstützung der deutschen Minderheit in Nordschleswig. 

Die Funktion als Grenzverband stand zunächst im Vordergrund und damit auch die Unterstützung der deutschen Minderheit in Nordschleswig. Ein wesentlicher Faktor für die friedliche Form des Nebeneinanders der Staaten ist in der Minderheitenpolitik Deutschlands und Dänemarks zu erkennen. Mit der Förderung der Minderheiten nördlich und südlich der Grenze entstand ein vorbildliches Kindergarten- und Schulsystem der Minderheiten. Der SHHB entwickelte zusammen mit der deutschen Minderheit einen vielfältigen Patenschaftsbezug zwischen der Bundesrepublik und deutschen Institutionen nördlich der Grenze.

Mit den Bonn-Kopenhagener Erklärungen war der Weg in die gleichberechtigte Behandlung von Minderheiten in Deutschland und Dänemark geöffnet. Die Beziehungen besserten sich, nachdem beide Seiten erklärt hatten, keine Grenzänderungen mehr zu beabsichtigen.

Festzuhalten bleibt, dass der SHHB in den zurückliegenden Jahrzehnten seine Aufgaben den historischen und gesellschaftlichen Anforderungen angepasst und dabei das Ziel verfolgt hat, Schleswig-Holstein als historische, politische, landschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Einheit zu unterstützen, zu pflegen und zu fördern.

Stellenausschreibung


Das Länderzentrum für Niederdeutsch sucht zum 01.01.18 eine/einen Geschäftsführerin/Geschäftsführer 


Bewerbungsfrist: 08.11.2017
 

Öffnungszeiten

Montag, Freitag

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag

09:00 - 14:00

09:00 - 16:00

Kontakt

Schleswig-Holsteinischer Heimatbund
Hamburger Landstr. 101
24113 Molfsee
Telefon: 0431 983840 0431 983840
Fax: 0431 9838423
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